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So viel Neues

So ein Mist … da hab ich doch glatt das große Jubiläum verpasst. Mein fleißiger Blogzähler registriert alle Sitebesuche und ist mittlerweile schon auf über 1.000 Besucher gekommen … TADA … JUBEL … Jetzt also ein neues Ziel: die 2.000 muss geknackt werden!

Außerdem komme ich mit meiner Literatur ganz gut voran. Ein weiteres Buch ist fertsch gelesen und ausgearbeitet Das nächste liegt schon ungeduldig vor mir auf dem Schreibtisch … ein 650-Seiten Wälzer

By the way: Am WE war in meinem Gymnasium ein Abschiedsfest – es wird nämlich bald geschlossen. Da kamen nochmal einige alte Schulkameraden und Lehrer zusammen. Es war wirklich lustig, vor allem weil sich einige von ihnen nach „nur“ 4,5 Jahren sehr verändert haben. Übrigens: seit nicht enttäuscht, wenn ihr eure ehemaligen Lehrer nach vielen Jahren wieder seht und sie euch nicht mehr erkennen und benennen können (ja, auch die Leistungskurslehrer!) – das war eine große Enttäuschung … besonders wenn man bedenkt, was ich doch für ein auffälliges und sich-ins-Hirn-brennendes Persönchen bin

Ansonsten ist derzeit nicht viel los. Das Wetter macht mir mächtig zu schaffen – mein Sommer ist das wirklich nicht. Ich kann gut und gerne auf Hitzewellen verzichten und auch die 31°C in meinem Zimmer (trotz Venti und morgendlichem Schatten) sind einfach nur gruselig … keine Spur von sommerlicher Leichtigkeit. Stattdessen ist man nassgeschwitzt, völlig elanlos und wird von Minute zu Minute irrer. An Schlaf ist dabei sowieso nicht zu denken … wie soll man auch zur Ruhe kommen und sich entspannen, wenn man um Mitternacht noch immer mit 29°C indoor zu kämpfen hat. Mein perfekter Sommer? Ganz einfach: Man nehme luftige 25°C, eine leichte Brise, strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel – mehr bräucht ich nicht zum glücklich sein … naja fast

Da bin ich wieder!

Ich weiß, ihr habt mich unendlich vermisst sowie meinen überdurchschnittlich informationshaltigen, provokanten und anspruchsvollen Blogeinträgen hinterhergetrauert – die Durststrecke ist nun vorbei :P

Aber auch irgendwie nur so halb: Zum einen wollen mich der Husten und Schnupfen einfach nicht in Ruhe lassen – ich bin wohl zu sympathisch, da möchten sie an meiner Seite bleiben … ist ja verständlich :lol: Zum anderen bin ich derzeit recht eingespannt, was die Uni angeht. Zwar muss ich nicht zu vielen Seminaren oder schreibe (wie viele andere) in den nächsten 3 Wochen Klausuren, aber dafür hab ich einen ganzen Berg Bücher vor mir zu liegen. Diese wollen gelesen werden bis zu meiner Journalistik-Abschlussprüfung. Und die geht eindeutig vor. Wundert euch also nicht, wenn ich meinen Blog weiterhin etwas schleifen lassen muss. Aber wenn man den ganzen Kram immer im Hinterkopf hat, will einem auch gar keine neue Blog-Idee kommen :?

Unabsichtlich erkrankt

Heyho ihr Lieben!

Ihr habt sicher schon mitbekommen, dass es um meinen Blog sehr ruhig geworden ist. Zum einen liegt es daran, dass ich letztes WE nicht in Rechnernähe verweilte, und zum zweiten, dass ich mir wohl am Dienstag beim Schwimmen eine Erkältung zugezogen hab. Jetzt vegetiere ich schon seit 3 Tagen vor mich hin und seh aus wie`n Zombi – dicke Nase, fett der Schnupfen, neuerdings auch fieser Husten und von meinen Kopfschmerzen will ich gar nicht erst anfangen …

Ihr müsst euch also wohl oder übel noch etwas gedulden, bis ich wieder fröhlich am Beitrag schreiben sein werde. Wünscht mir Glück, dass sich das mit der Erkältung nicht so lange hinzieht – immerhin hat frau ja auch noch besseres zu tun als das Bett zu hüten ;)

Realitätsferner geht`s nimmer!

Diskussionen um Studienreformen, BAföG und Studiengebühren findet man des Öfteren in den Zeitungen und Zeitschriften unseres Landes. Kosten für ein Studium werden hin- und hergeschoben. Wer soll für Bildung bezahlen? Der Staat? Die Eltern? Oder besser doch gleich die Studenten selbst? Wo kann noch eine „müde Mark“ herausgepresst werden. Eine Einigung gibt es bei dem Thema nicht – fraglich bleibt, ob es sie jemals geben wird.

Und dann plötzlich das hier:

Zeitungsartikel LVZ 06.06.07

Wie schlecht sind sie bitte?!

Auf Seite 2 der LVZ vom Mittwoch kriegt man zu lesen, dass ja soooo wenige Studenten ein Praktikum im Ausland bzw. ein Auslandssemester machen … hmm, überlegen wir mal … woran könnte das liegen!? Natürlich kann es nur durch die Faulheit der Studenten begründet werden. Außerdem sind diese blind und verschließen sich vor der Globalisierung. Viel mehr könnten sie tun; ihre Chancen wirklich nutzen.

Und nun überlegen wir uns mal Gründe, an denen Studenten scheitern können, wenn sie einen Auslandsaufenthalt in Betracht ziehen. So viele können es anscheinend nicht sein, wenn man uns doch am liebsten alle ins Ausland abschieben möchte. Einer könnte möglicherweise … eventuell … vielleicht … unter Umständen … das liebe Geld sein 8O Nein … das soll wirklich ein Hindernis sein?! Schwimmt nicht jeder Student förmlich in unermesslichem Reichtum?! Ist es nicht jedem vergönnt sein Geld in die eigene Ausbildung zu stecken?! Hmmm … Eigentlich muss ein Student nicht essen. Unter Brücken schlafen macht sich auch nicht schlecht und ist zudem noch abenteuerlich-aufregend. Wozu denn Kleidung kaufen, wenn man auch nackt herumlaufen kann (was bei den derzeitigen Temperaturen wohl sowieso angebracht wäre). Bücher und Arbeitsmaterialien sind von vornherein nebensächlich – wozu auch?! Zu Fuß laufen macht gleichsam fit – auch über große Distanzen, z.B. bis zum Heimatort. Krank wird man in so jungen Jahren eh nie. Was also tun mit den Massen an überflüssigem Geld, das einem aus der Börse quillt?! Ab ins Ausland … klar, was sonst … bietet sich ja an.

Nun mal ehrlich Leute … nen bissl unrealistisch ist das ja schon alles, oder?! Was würde ich darum geben, ein Praktikum im Ausland zu machen … aber wie finanzieren?! Ich krieg kein BAföG; muss meinen Eltern dankbar dafür sein, dass sie mir wenigstens den Lebensunterhalt sichern; natürlich arbeite ich nebenher, damit ich wenigstens mal ins Kino gehen, mir nen Eis leisten oder Freunde besuchen kann – da bleibt nichts übrig! Ich wüsste nicht mal, wie ich ins Ausland kommen sollte, geschweige denn dort Miete zahlen und mich ernähren könnte – Trampen, Brücke und Abfalleimer sind jetzt nicht so mein Ding. Was ist mit der Wohnung in Deutschland? Für ein zweimonatiges Praktikum kann ich mein Zimmer doch nicht aufgeben? Und irgendwelche fremden Leute drin wohnen lassen, damit nachher alles kaputt, geklaut oder verseucht ist?! Nein, da kann ich auch gleich freiwillig Feuer legen. Wie also bitte, wie?! Bei meinem Studiengang kann ich nen bezahltes Praktikum vergessen. Meine Eltern zeigen mir nen Vogel, wenn ich noch mehr Kohle will. Wenn ich mehr arbeite, kann ich auch gleich aufhören zu studieren. Also bitte … wo bleibt die Realität? Wo guckt mal wer auf die Bedingungen unter denen manche Leute studieren? Die meisten Studis, die ins Ausland gehen, kommen aus gut verdienenden Schichten. Wie soll ich denn ins Ausland gehen, wenn ich es mir noch nicht mal leisten kann, innerhalb Deutschlands nen Praktikum in einer anderen Stadt zu machen?!

Sagt es mir!

Undefinierbare Motivationsschübe

Man will es nicht für möglich halten … da wartet man wochenlang auf ein Fünkchen Antriebskraft und nichts passiert. Und schwupps, eines schönen Tages steht sie vor der Tür: Majestätisch, überwältigend, phänomenal! Wahrscheinlich hat sie nur auf besseres Wetter gewartet, vielleicht kommt sie erst bei einer Raumtemperatur von 30°C so richtig in Fahrt, vielleicht auch erst wenn ihre Nutznießer völlig ausgebrannt sind.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab endlich wieder was für die Uni gemacht … ich bin stolz auf mich. Wenn ich auch nicht das ganze Wochenende konsequent hindurch geackert habe, so ist aber zumindest ein Anfang gefunden. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich alles ein wenig einpegelt und nach und nach ganz von alleine flutscht :P

Die Suche nach der Motivation

Neyneyney, das kann doch nicht wahr sein. Da hat man schon mal ein Semester mit only 8 SWS und trotzdem kriegt man nichts gebacken. Es will einfach nichts gelingen und irgendwie ist man gar nicht in der Stimmung auch nur irgendetwas anzupacken. Da liegen stapelweise Bücher auf dem Schreibtisch, lauern geradezu, wollen verschlungen werden, Informationen drängen sich auf, irgendwie versuchen sie ins Hirn zu krabbeln … es funktioniert nicht! Wie soll es auch gehen, wenn alles unberührt jungfräulich vor sich hin verstaubt?! Gar nicht – und das ist sch…lecht. Denn eigentlich sollte man sich bilden, sollte die reichliche freie Zeit nutzen, sollte sich auf Prüfungen vorbereiten, eifrig lernen . . . stattdessen aber sitzt man in seinem Zimmer und starrt vor sich hin. Starrt auf den Fernseher, der einen unaufhörlich mit trivialem Gedöhns zudröhnt. Starrt auf den Computerbildschirm und klickt alle paar Minuten auf sein ICQ, Psi und Skype, nur um zu gucken, ob vielleicht jemand online ist, mit dem man sprechen/schreiben könnte. Bei Hunger rollt man sich mal von der Couch, wendet sich um sich nicht platt zu liegen – achja und Klo sollte wohl auch mal sein. Warum steht man überhaupt noch auf? Wozu kiecht man aus seinem warmen Bettchen in die kalte Welt hinaus?

Wo hat sich das Zauberwort mit den 10 Buchstaben bloß versteckt?! Irgendwie finde ich es in letzter Zeit nicht. Ich suche – sicherlich nicht allzu emsig – halte Ausschau. Es will mir aber nicht begegnen, es springt mich nicht an, es lauert mir nicht mal auf, es scheint mich zu ignorieren, sich an mir vorbei zu schleichen . . . langsam wird es wirklich eng.

Wie das Leben so spielt

Irgendwann fragt sich doch jede/r einmal, ob er/sie einer der glücklichen Erdenkinder ist. Ob die Entscheidungen, die er/sie getroffen hat, auch die richtigen waren. Was wäre wenn? Eine Frage, die man sich wohl öfter im Leben stellt. Man denkt zurück und wägt die damals vorhandenen Handlungsalternativen ab. Man überlegt, ob sich irgendetwas verändert hätte oder das Leben heute in anderen Bahnen verlaufen würde. Immerhin kann schon ein einziger Moment alles entscheiden. Was wäre, wenn man noch länger sitzengeblieben wäre? Was wäre, wenn man nicht einen Schritt schneller gegangen wäre? Was wäre, wenn man die Bahn nicht noch bekommen hätte? So oder so ähnlich läuft es meistens.

Nehmen wir den gestrigen Abend. Im Unikino läuft eine Doppelvorstellung, dazu gibt es bei passendem Film-Styling einen White Russian for free und auch sonst ist für Unterhaltung gesorgt. Einziges Problem: Die Veranstalter haben völlig verdrängt, dass Leipziger Straßenbahnen nur in begrenztem Maße in der Nacht verkehren. Kein Problem, denkt der optimistische Student und flitzt nach dem letzten Film zur Haltestelle und sieht Leere … gähnende Leere auf der Anzeigetafel. Die ersehnte Bahn kommt erst in 20 Minuten und damit wäre die letzte Bahn am Hauptbahnhof unerreichbar. Aber aufgeben tut er nicht. Er ist zäh und fordert seinen Begleiter auf, sich zügig per Pedis in Richtung Heimat aufzumachen. Los geht`s also im Stechschritt … der Körper ist steif vom langen Sitzen, die Beine sind müde durch die quälenden Hörsaalbänke, die Füße schmerzen von scharfen Schritten in nicht dämpfenden Flipflops. Aber schnell geht es voran, Haltestellen fliegen an den Studenten vorbei. Plötzlich aus heiterem Himmel eine Bahn … eine Bahn mit der sie nicht gerechnet hätten, eine Bahn die sie schneller ihrem Ziel näher bringt. Doch wird sie halten? Werden sie die Bahn noch kriegen? Ein Endspurt muss her! Geschmeidig wie Katzen gleiten sie über die Straße und schließlich hinein in die Bahn. Im Handumdrehen ist der Bahnhof zum greifen nah. Nur noch zur nächsten Haltestelle quer über den Platz. Die letzten Meter, die Anzeigetafel im Blick, verschwommene Schrift … doch Hoffnung keimt, immer näher, ein Aufschrei! Wie kleine Kinder freuen sich die Studenten über ihren Sieg, den Sieg gegen die Zeit. Sie steigen in die Bahn – die Bahn, die sie in dieser Nacht sicher nach Hause bringen wird … und sie sind glücklich. Sie bereuen keine ihrer heutigen Entscheidungen.

Irre Menschen!

Warum sind Menschen eigentlich so komisch?

Da fährt man seelenruhig in der City mit seinem Rad – immer bemüht, die Verkehrsregeln einzuhalten – und schwupps hüpfen lauter Menschen mitten auf der Straße vor einem rum … und das mit einer Arschruhe. In Fußgängerzonen ist das ja auch alles kein Problem, aber auf befahrenen Straßen verstehe ich das echt nicht. Über die Straße gehen … schön und gut … aber gerade und im kürzesten Weg auf die andere Straßenseite zu wechseln, das kennt hier in Leipzig echt keiner. Dabei haben wir das doch schon in der Schule gelernt?! Wir erinnern uns an den Satz des Pythagoras: im rechtwinkligen Dreieck ist die Hypotenuse die längste Seite. Überträgt man dies in den Straßenverkehr, so wäre es sinnvoller einen kurzen Weg zu wählen, damit man sich der Gefahr überfahren zu werden so wenig wie möglich aussetzt. Leipziger interpretieren diese mathematische Gegebenheit irgendwie anders. Ihnen scheint es zweckmäßiger zu sein, möglichst nicht einen längeren Weg durch das Abschreiten der beiden Katheten auf sich zu nehmen, sondern lieber die kurze, aber wahrlich viel gefährlichere Hypotenuse zu wählen – alles andere wäre wohl verschwendete Lebensenergie. Ist ja alles noch schön und gut … aber muss sowas denn am Freitagmittag gemacht werden, wo die Straßen der Leipziger Innenstadt zum bersten voll sind?! Ich bin also lustig hinter einem Auto hergefahren und dachte an nichts Böses. Ich wunderte mich bloß, dass das Auto immer langsamer wurde und ständig wieder anhielt … ja warum wohl?! Weil die Leipziger den armen Pythagoras völlig ignorieren. In Massen überqueren sie die Straßen in schönen langgezogenen Bahnen, sodass sie auch möglichst lange auf der Fahrbahn verweilen und tunlichst viele Autofahrer (und neuerdings auch Fahrradfahrer) zur Weißglut bringen. Eines muss man ihnen lassen: Sie sind sehr effizient in dem, was sie tun. Ich hatte mich schon darauf eingestellt eine viertel Stunde länger bis zu meinem eigentlich Ziel zu benötigen und wartete nur darauf, dass der Autofahrer vor mir jeden Moment aus seinem PKW springt und in den Fußgängermassen Amok läuft Aber erstaunlicher Weise geschah dies nicht. Obwohl er allen Grund dazu gehabt hätte. Nicht nur, dass Leipziger schief-schräg über die Straße hüpfen (wobei sie sich natürlich nicht umdrehen und vergewissern, dass gerade kein Auto kommt – an ihrem Leben scheinen sie also nicht all zu sehr zu hängen), nein, sie sind auch noch sooo in Eile, dass sie nicht mal 3 Sekunden stehenbleiben und ein Auto über die Straße fahren lassen können. Wir (der Autofahrer und ich bilden ein unverstandenes und gezielt diskriminiertes Kollektiv) warteten bestimmt 5 Minuten und die Massen drängten sich unaufhörlich vor uns über die schmale Überquerung. Keiner der Passanten machte auch nur Anstalten, den vom Schicksal Gepeinigten vor mir durchzulassen – wahrscheinlich nahmen sie an, dass er dort parken wollte Zu guter Letzt verließ ich unsere solidarische Einheit, schob mich entsprechend am Auto vorbei und zwängte mich durch die Massen … sollten die Fußgänger kein Einsehen gehabt haben, so steht der Ärmste da wohl noch heute. Mein Beileid hat er jedenfalls.

Aber das ist ja noch gar nicht alles. Die Torheit heutiger homo sapiens reicht viel weiter. Nehmen wir uns exemplarisch ein Studentenwohnheim zur Brust. Ein Pfuhl des Grauens. Nicht nur, dass man gezwungen ist mit wildfremden Menschen zusammenzuwohnen und sich von ihren Eigenheiten tyrannisieren zu lassen, auch die anderen Bewohner schaffen es nahezu täglich einen in den Wahnsinn zu treiben. Es ist ja schon unangenehm, wenn man tagsüber versucht sich zu konzentrieren, weil man Dinge für die Uni erledigen muss, oder sich einfach mal hinlegen will, weil man Kopppieken hat, und um einen herum dröhnt laute Musik am schärfsten dann, wenn man Asiaten über sich hat: Sie hören Lieder aus den 90ern!!! Das wohl schlimmste Musikjahrzehnt überhaupt. Es wummert Techno und es quietschen die Backstreet Boys … es ist einfach nur zum Schreien. Schlimmer wird es aber noch, wenn diese „Musik“ bis in die Tiefen der Nacht ertönt. In seinem Bettchen versucht man seinen wohlverdienten Schlaf zu finden und von überall her hämmert es eklige Geräusche und der Bass befördert einen nahezu mit jedem Takt weiter von der Matratze herunter. Letztens gab`s sogar bollywoodmäßige Mucke – ich bin fast gestorben! Das ist doch scheiße Leute … muss denn sowas sein?! Es gibt eine Erfindung, die nennt sich Kopfhörer … noch mal buchstabiert: K o p f h ö r e r Die kann man sich aufsetzen und darüber Musik hören – man hält es ja nicht für möglich. Das Beste ist, dass man die Dinger auch gerne so weit aufdrehen kann, bis einem das Trommelfell platzt und man muss seine Nachbarn dabei nicht mal belästigen … ist das nicht toll?!?!?! Naja, sowas scheinen die Leute hier aber nicht zu kennen. Anstand scheinen sie zudem auch nicht zu besitzen. Von oben dringen neben Musik ebenso andere „interessante“ Geräusche in mein sensibles Ohr. Letztens erst hämmerte es tagsüber manchmal minutenlang … aber nicht so als würde jemand wirklich einen Nagel in die Wand schlagen (was bei den Wänden hier auch gar nicht gehen würde). Meine ehemalige Monats-Mitbewohnerin hatte sich irgendwann mal dazu entschlossen, dem ganzen auf den Grund zu gehen … also rauf zu den Asiaten und freundlichst nachgefragt, was diese denn immer so treiben – Antwort: „wir klopfen den Teppich fest“. Ohne Worte! Ich kann dazu echt nichts mehr sagen, ich war geschockt und hätte die Typen am liebsten selber irgendwo festgeklopft, damit sie mit dem Schwachsinn aufhören. Teppich festklopfen … und das dreimal am Tag … ich geh kaputt Neben dem angeblichen Teppich festklopfen scheinen die werten Herren da oben auch noch Indoor-Bowling zu betreiben. Mitten in der Nacht rumst es, als würden die von Tischen springen und sich auf dem Boden rumkugeln … was soll das bitte?!?!?! Anscheinend müssen sie ihren Bewegungsdrang irgendwie ausleben, aber muss denn das echt um Mitternacht sein?! Ich plädiere für die härtere Durchsetzung der Nachtruhe: Ab 22 Uhr soll hier Schluss sein. Irgendwer müsste sich doch mal dafür verantwortlich fühlen, diese Norm durchzusetzen Aber wer nur? Sanktionsträger müssen ins Wohnheim und diesem Treiben Einhalt gebieten. Und schwupps: das Problem öffentlicher Güter 2. Ordnung! Wer sanktioniert, wer macht sich die Finger schmutzig, wer nimmt die Kosten auf sich? Vor allem in größeren Gruppen wohl eine schier unlösbare Aufgabe. Ein Leviathan muss her!

Das Leben ist grün

mein neues Pflänzken

Achja, ist das schön … nach der langen Zeit des Entzugs kehrt endlich wieder eines dieser grün-blättrigen Geschöpfe in mein Reich ein

Referate

Endlich ist es vollbracht! Eine Woche lang hieß es Texte lesen, ausarbeiten, diskutieren und kritisieren. Die Nächte hat man sich um die Ohren geschlagen, um ein vernünftiges Konzept auf die Beine zu stellen und dann auch noch Materialien für die lieben Studenten zu verfassen. Rumgeärgert hat man sich mit spieltheoretischem Krams, irrsinnigen Sozialisationsannahmen und konfusen Auszahlungsmatrizen. Und dann? Dann ist alles in ein paar Minuten gegessen. Einige „ähms“ und Versprecher später sitzt man wieder an seinem Platz und es scheint, als hätte man die Welt mit seinen Ideen doch nicht verändern können :P

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