Warum sind Menschen eigentlich so komisch? ![]()
Da fährt man seelenruhig in der City mit seinem Rad – immer bemüht, die Verkehrsregeln einzuhalten – und schwupps hüpfen lauter Menschen mitten auf der Straße vor einem rum … und das mit einer Arschruhe. In Fußgängerzonen ist das ja auch alles kein Problem, aber auf befahrenen Straßen verstehe ich das echt nicht. Über die Straße gehen … schön und gut … aber gerade und im kürzesten Weg auf die andere Straßenseite zu wechseln, das kennt hier in Leipzig echt keiner. Dabei haben wir das doch schon in der Schule gelernt?! Wir erinnern uns an den Satz des Pythagoras: im rechtwinkligen Dreieck ist die Hypotenuse die längste Seite. Überträgt man dies in den Straßenverkehr, so wäre es sinnvoller einen kurzen Weg zu wählen, damit man sich der Gefahr überfahren zu werden so wenig wie möglich aussetzt. Leipziger interpretieren diese mathematische Gegebenheit irgendwie anders. Ihnen scheint es zweckmäßiger zu sein, möglichst nicht einen längeren Weg durch das Abschreiten der beiden Katheten auf sich zu nehmen, sondern lieber die kurze, aber wahrlich viel gefährlichere Hypotenuse zu wählen – alles andere wäre wohl verschwendete Lebensenergie. Ist ja alles noch schön und gut … aber muss sowas denn am Freitagmittag gemacht werden, wo die Straßen der Leipziger Innenstadt zum bersten voll sind?!
Ich bin also lustig hinter einem Auto hergefahren und dachte an nichts Böses. Ich wunderte mich bloß, dass das Auto immer langsamer wurde und ständig wieder anhielt … ja warum wohl?! Weil die Leipziger den armen Pythagoras völlig ignorieren. In Massen überqueren sie die Straßen in schönen langgezogenen Bahnen, sodass sie auch möglichst lange auf der Fahrbahn verweilen und tunlichst viele Autofahrer (und neuerdings auch Fahrradfahrer) zur Weißglut bringen. Eines muss man ihnen lassen: Sie sind sehr effizient in dem, was sie tun. Ich hatte mich schon darauf eingestellt eine viertel Stunde länger bis zu meinem eigentlich Ziel zu benötigen und wartete nur darauf, dass der Autofahrer vor mir jeden Moment aus seinem PKW springt und in den Fußgängermassen Amok läuft
Aber erstaunlicher Weise geschah dies nicht. Obwohl er allen Grund dazu gehabt hätte. Nicht nur, dass Leipziger schief-schräg über die Straße hüpfen (wobei sie sich natürlich nicht umdrehen und vergewissern, dass gerade kein Auto kommt – an ihrem Leben scheinen sie also nicht all zu sehr zu hängen), nein, sie sind auch noch sooo in Eile, dass sie nicht mal 3 Sekunden stehenbleiben und ein Auto über die Straße fahren lassen können. Wir (der Autofahrer und ich bilden ein unverstandenes und gezielt diskriminiertes Kollektiv) warteten bestimmt 5 Minuten und die Massen drängten sich unaufhörlich vor uns über die schmale Überquerung. Keiner der Passanten machte auch nur Anstalten, den vom Schicksal Gepeinigten vor mir durchzulassen – wahrscheinlich nahmen sie an, dass er dort parken wollte
Zu guter Letzt verließ ich unsere solidarische Einheit, schob mich entsprechend am Auto vorbei und zwängte mich durch die Massen … sollten die Fußgänger kein Einsehen gehabt haben, so steht der Ärmste da wohl noch heute. Mein Beileid hat er jedenfalls.
Aber das ist ja noch gar nicht alles. Die Torheit heutiger homo sapiens reicht viel weiter. Nehmen wir uns exemplarisch ein Studentenwohnheim zur Brust. Ein Pfuhl des Grauens. Nicht nur, dass man gezwungen ist mit wildfremden Menschen zusammenzuwohnen und sich von ihren Eigenheiten tyrannisieren zu lassen, auch die anderen Bewohner schaffen es nahezu täglich einen in den Wahnsinn zu treiben. Es ist ja schon unangenehm, wenn man tagsüber versucht sich zu konzentrieren, weil man Dinge für die Uni erledigen muss, oder sich einfach mal hinlegen will, weil man Kopppieken hat, und um einen herum dröhnt laute Musik
am schärfsten dann, wenn man Asiaten über sich hat: Sie hören Lieder aus den 90ern!!! Das wohl schlimmste Musikjahrzehnt überhaupt. Es wummert Techno und es quietschen die Backstreet Boys … es ist einfach nur zum Schreien. Schlimmer wird es aber noch, wenn diese „Musik“ bis in die Tiefen der Nacht ertönt. In seinem Bettchen versucht man seinen wohlverdienten Schlaf zu finden und von überall her hämmert es eklige Geräusche und der Bass befördert einen nahezu mit jedem Takt weiter von der Matratze herunter. Letztens gab`s sogar bollywoodmäßige Mucke – ich bin fast gestorben! Das ist doch scheiße Leute … muss denn sowas sein?! Es gibt eine Erfindung, die nennt sich Kopfhörer … noch mal buchstabiert: K o p f h ö r e r
Die kann man sich aufsetzen und darüber Musik hören – man hält es ja nicht für möglich. Das Beste ist, dass man die Dinger auch gerne so weit aufdrehen kann, bis einem das Trommelfell platzt und man muss seine Nachbarn dabei nicht mal belästigen … ist das nicht toll?!?!?! Naja, sowas scheinen die Leute hier aber nicht zu kennen. Anstand scheinen sie zudem auch nicht zu besitzen. Von oben dringen neben Musik ebenso andere „interessante“ Geräusche in mein sensibles Ohr. Letztens erst hämmerte es tagsüber manchmal minutenlang … aber nicht so als würde jemand wirklich einen Nagel in die Wand schlagen (was bei den Wänden hier auch gar nicht gehen würde). Meine ehemalige Monats-Mitbewohnerin hatte sich irgendwann mal dazu entschlossen, dem ganzen auf den Grund zu gehen … also rauf zu den Asiaten und freundlichst nachgefragt, was diese denn immer so treiben – Antwort: „wir klopfen den Teppich fest“. Ohne Worte! Ich kann dazu echt nichts mehr sagen, ich war geschockt und hätte die Typen am liebsten selber irgendwo festgeklopft, damit sie mit dem Schwachsinn aufhören. Teppich festklopfen … und das dreimal am Tag … ich geh kaputt
Neben dem angeblichen Teppich festklopfen scheinen die werten Herren da oben auch noch Indoor-Bowling zu betreiben. Mitten in der Nacht rumst es, als würden die von Tischen springen und sich auf dem Boden rumkugeln … was soll das bitte?!?!?! Anscheinend müssen sie ihren Bewegungsdrang irgendwie ausleben, aber muss denn das echt um Mitternacht sein?! Ich plädiere für die härtere Durchsetzung der Nachtruhe: Ab 22 Uhr soll hier Schluss sein. Irgendwer müsste sich doch mal dafür verantwortlich fühlen, diese Norm durchzusetzen
Aber wer nur? Sanktionsträger müssen ins Wohnheim und diesem Treiben Einhalt gebieten. Und schwupps: das Problem öffentlicher Güter 2. Ordnung! Wer sanktioniert, wer macht sich die Finger schmutzig, wer nimmt die Kosten auf sich? Vor allem in größeren Gruppen wohl eine schier unlösbare Aufgabe. Ein Leviathan muss her!
Einwandfrei … mathematische Idiome kombiniert mit allen Fachgebieten deines Studiums …
… nen bissel menschenfeindlich … aber dafür bin ich wahrscheinlich kein Maßstab. Aber ich kann dennoch viele Begebenheiten bestätigen – angefangen von rücksichtslosen Leuten in der Innenstadt bis hin zu karaokesingenden Asiaten mitten in der Nacht. Auch wenn meine Schmerzgrenze etwas höher sitzt, ist solches Verhalten nicht schön und zeugt von Egoismus und wenig Verstand.
Viele Grüße
Der Informatiker
Ach übrigens … zum Thema Nachtruhe kann ich nur sagen, dass ich hier in Berlin kaum Probleme damit habe. Selbst wenn die anderen Mieter Krach machen würde, wäre ihr Lärm nichts im Vergleich zu den etlichen S-Bahnen und Zügen, die direkt vor meinem Fenster auch Nachts noch ihre Runden drehen.
Deshalb mein Rat: Lieber gleich auf den Boden legen, bevor man von Tieftönern dort hingewummert wird
Der Informatiker
Hallo, WE vorbei= ich wieder online, darum an alle schöne Grüße!
Mit der Mathematik habe ichs echt nicht so, erinnere mich aber an die Formel von a/quadrat+b/quadrat=c/quadrat! Und:Trotzdem- VORSICHT bezüglich der Äußerung dass es Leipziger Fußgänger waren/ wären, denn meines Wissens ist Leipzig eine Weltstadt, voller Studenten aus allen Orten und aller Herren- Länder- also es könnten auch Dessauer; Berliner; Akener und und und gewesen sein… zumal bei uns am Elbestrand mit Fußgängern -aber noch mehr mit älteren Radfahrern die chaotischsten Sachen passieren(z.B. links plötzlich abbiegen ohne Richtungswechsel anzuzeigen)usw.- also lieber allgemein in Zukunft bleiben!!
Zweitens von mir noch nen Tip zum anderen Problem: In jeder guten Apotheke gibt es „Lärmstop“, sogar soft(=ohrenfreundlich geform), kannst du gern Manuela nach befragen, meines Wissens benutz sie es auch ab und an!
Schöne Woche, bleibt gesund, nutzt die Sonne- aber nur zum draußen lernen, tschüß Manus Mutz!